Im Gedenken an
Geboren Hediger
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Einen Monat nach dem Tod von Margrit entscheiden sich viele Familien, eine Danksagung zu veröffentlichen. Es ist eine kostenlose Geste, die für die gesamte Gemeinschaft sichtbar ist.
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Der Faden mag abgerissen sein, doch das schöne Muster, das du in unser Leben gestrickt hast, bleibt für immer bestehen.
Am 18. Mai 2026 ist unser liebes Mami, Gross- und Urgrossmami Margrit Birchler-Hediger friedlich in die unsichtbare Welt hinübergegangen. Sie war auch eine herzensgute Schwester, Schwägerin, Gotte und Firmgotte, Tante, Schwiegermutter, Freundin und Bekannte. Am Pfingstsamsing haben wir von ihr Abschied genommen und vertrauen darauf, dass sie nun wieder mit Dädi und Barbara zusammen ist, und auch, dass wir uns einmal wiedersehen. Mami kam am 27. März 1938 als Älteste von sechs Kindern der Eltern Arnold und Josefina Hediger-von Euw in Ibach auf die Welt. Nach der Primar- und Sekundarschulzeit begann sie das Lehrerinmesseninar im Theresianum Ingenbühl. Während dieser Zeit begegnete sie dem jungen Lehrer Edgar Birchler. Aus den kurzen Blicken und ersten Grauswerten der beiden wurden längere Spaziergänge, und es entstand die Basis für ein ganzes Leben andauernder Liebe. Deshalb entschied sich Mami, mit Dädi bald eine Familie zu gründen, und verliess nach dem Untersemi die Schule, um praktische Erfahrungen im Führen eines Haushaltes zu sammeln. Am 4. April 1959 heiratete das junge Paar in der Abkapelle des Klosters Einsiedeln. 1960 kamen Beatrice, 1961 Christof und 1962 Lukas in Ibach auf die Welt. 1963 wurden Barbara und 1967 Andrea herzlich in den Kreis der Familie aufgenommen. Der plötzliche Tod Barbaras am 22. August 1971 erschütterte alle zutiefst. Obwohl dieser unvorstellbar grosse Verlust für Mami und Dädi bis an ihr Lebensende eine nie ganz heilende Wunde blieb, waren beide immer als liebevolle Eltern für uns da. Auf den vielen Familienspaziergängen machte uns Mami geduldig auf die kleinen, unscheinbaren Wunder der Natur aufmerksam, sang mit uns und erzählte Geschichten, die im Herzen berührten. Sie säte in unserem Herzen die Freude und Liebe für das Leben und die Natur, welche bis heute dort weiter blühen und gedeihen. Unser Mami war eine grossartige, inspizierende Köchin und freute sich immer, wenn sie alle kulinarisch verwöhnen konnte, ganz egal, wie viele am Tisch sassen. Mami liebte klassische Musik. Mozarts «Kleine Nachtmusik», «Die Zauberflöte» und die Werke anderer Komponisten waren für sie Genuss und Entspannung. Mit ihrer Freundin seit der Lehrerseminare unternahm sie immer wieder Ausflüge und Kulturreisen an die verschiedensten Orte in der Schweiz. Sie genoss diese Auszeiten und war Dädi sehr dankbar, dass er ihr diesen besonderen Freiraum schenkte. Mami war eine überzeugte Christin und setzte sich zeitlebens leidenschaftlich für den Dienst an Gott bei den Mitmenschen ein. So engagierte sie sich in der Franziskanischen Laisergemeinschaft, war als Katscheitin, in der Liturgie- und Missionsgruppe und beim Frauen- und Mütterverein aktiv. Mami und Dädi ermöglichten Kindern, welche in schwierigen Familien-situationen lebten, bei uns daheim unbeschwerte Ferien oder ein besonderes Wochenende. Im Kapuzinerkloster in Schwyz war unser Mami in der Küche und bei den Pfingstbedürftigen tatkräftig im Einsatz und begleitete auch im Spital achtsam und liebevoll Menschen in ihren letzten Lebensstunden. Anfaschende und Flüchtlinge fanden in Mami eine Mama und in Dädi einen Baba, bei denen sie stets herzlich willkommen waren. Mami und Dädi lebten die christliche Nächsterliebe aus Überzeugung, und in ihren grossen Herzen gab es für viele andere Menschen Platz. Mami war eine sehr willensstarke Persönlichkeit, die sich für andere Menschen zustig einsetzte und bei politischen oder kirchlichen Themen manchmal wortstark und auch kritisch äusserte. So wie Mami und Dädi früher an Pilgerreisen nach Assisi teilnahmen und dort verschiedene Orte der Stille besuchten, genossen die beiden nach seiner Pensionierung ihre neue gemeinsame Zeit. Sie unternahmen viele Ausflüge mit dem Zug oder Dampfschiff, besuchten Museen und reisten in deutsche Städte und nach Wien. Mami freute sich, die Hochzeit ihrer Enkelinnen Barbara und Karin und des Enkels Sandro zu erleben. Sie war stolzes Urgrossmami von Maura, Alessia, Flavia und Vivienne und freute sich jedes Mal sehr, wenn diese sie besuchten. Und die jahrelangen, regelmässigen Telefongespräche, meist abends mit ihrer Enkelin Aurelia, machten ihren Tag vollständig. Durch Dädis plötzlichen Tod am 11. Juli 2017 wurde der lange geplante Unzug in die neue Wohnung im Hof 11 in Ibach eine grosse Herausforderung. Mami vermisste Dädi, ihr «Liebs Du». Aber ihr Gottvertrauen trug sie durch alle schwierigen Situationen. So schaffte Mami auch den Wechsel ins Alterszentrum Ruftswil am 1. Mai 2023 zwar schweren Herzens, doch meisterhaft. Im 5. Stock schätzte Mami die kompetente und liebenswürdige Pflege, hatte für die Pflegerinnen stets ein freundliches Wort und manchmal sogar eine Tafel Schokolade. Auch für den Koch und sein Team fand sie anerkennende Worte. Mami wählte ihre Alltagsbeschäftigungen gezielt aus dem vielseitigen Aktivitäten-Angebot. Sie half gerne beim «Wöschrämelegge» und «Gmiesnische». Und ihre liebste Gewohnheit, bei den Wortgottesdiensten im Ruftswil die Lesung, Fürbitten und andere Texte vorzulesen, pflegte sie bis kurz vor ihrem friedvollen Heimgehen. Sehr selten kam ein Wort der Klage über Mamis Lippen. Ihre letzten Lebensjahre waren erfüllt von Freundlichkeit und Zufriedenheit. Engel waren Mamis ganzes Leben lang die zuverlässigen und lichtvollen Begleiter. Sie betete täglich zu ihnen und sagte: «Wenn ich immer zu ihre Säte, chönd sie au öppis dafür tun!» Mamis Lieblingspruch war: «Es isch, wies isch. Gelobt sei Jesus Christ!»
Ein letzter Abschied wurde genommen
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Der Faden mag abgerissen sein, doch das schöne Muster, das du in unser Leben gestrickt hast, bleibt für immer bestehen.
Am 18. Mai 2026 ist unser liebes Mami, Gross- und Urgrossmami Margrit Birchler-Hediger friedlich in die unsichtbare Welt hinübergegangen. Sie war auch eine herzensgute Schwester, Schwägerin, Gotte und Firmgotte, Tante, Schwiegermutter, Freundin und Bekannte. Am Pfingstsamsing haben wir von ihr Abschied genommen und vertrauen darauf, dass sie nun wieder mit Dädi und Barbara zusammen ist, und auch, dass wir uns einmal wiedersehen. Mami kam am 27. März 1938 als Älteste von sechs Kindern der Eltern Arnold und Josefina Hediger-von Euw in Ibach auf die Welt. Nach der Primar- und Sekundarschulzeit begann sie das Lehrerinmesseninar im Theresianum Ingenbühl. Während dieser Zeit begegnete sie dem jungen Lehrer Edgar Birchler. Aus den kurzen Blicken und ersten Grauswerten der beiden wurden längere Spaziergänge, und es entstand die Basis für ein ganzes Leben andauernder Liebe. Deshalb entschied sich Mami, mit Dädi bald eine Familie zu gründen, und verliess nach dem Untersemi die Schule, um praktische Erfahrungen im Führen eines Haushaltes zu sammeln. Am 4. April 1959 heiratete das junge Paar in der Abkapelle des Klosters Einsiedeln. 1960 kamen Beatrice, 1961 Christof und 1962 Lukas in Ibach auf die Welt. 1963 wurden Barbara und 1967 Andrea herzlich in den Kreis der Familie aufgenommen. Der plötzliche Tod Barbaras am 22. August 1971 erschütterte alle zutiefst. Obwohl dieser unvorstellbar grosse Verlust für Mami und Dädi bis an ihr Lebensende eine nie ganz heilende Wunde blieb, waren beide immer als liebevolle Eltern für uns da. Auf den vielen Familienspaziergängen machte uns Mami geduldig auf die kleinen, unscheinbaren Wunder der Natur aufmerksam, sang mit uns und erzählte Geschichten, die im Herzen berührten. Sie säte in unserem Herzen die Freude und Liebe für das Leben und die Natur, welche bis heute dort weiter blühen und gedeihen. Unser Mami war eine grossartige, inspizierende Köchin und freute sich immer, wenn sie alle kulinarisch verwöhnen konnte, ganz egal, wie viele am Tisch sassen. Mami liebte klassische Musik. Mozarts «Kleine Nachtmusik», «Die Zauberflöte» und die Werke anderer Komponisten waren für sie Genuss und Entspannung. Mit ihrer Freundin seit der Lehrerseminare unternahm sie immer wieder Ausflüge und Kulturreisen an die verschiedensten Orte in der Schweiz. Sie genoss diese Auszeiten und war Dädi sehr dankbar, dass er ihr diesen besonderen Freiraum schenkte. Mami war eine überzeugte Christin und setzte sich zeitlebens leidenschaftlich für den Dienst an Gott bei den Mitmenschen ein. So engagierte sie sich in der Franziskanischen Laisergemeinschaft, war als Katscheitin, in der Liturgie- und Missionsgruppe und beim Frauen- und Mütterverein aktiv. Mami und Dädi ermöglichten Kindern, welche in schwierigen Familien-situationen lebten, bei uns daheim unbeschwerte Ferien oder ein besonderes Wochenende. Im Kapuzinerkloster in Schwyz war unser Mami in der Küche und bei den Pfingstbedürftigen tatkräftig im Einsatz und begleitete auch im Spital achtsam und liebevoll Menschen in ihren letzten Lebensstunden. Anfaschende und Flüchtlinge fanden in Mami eine Mama und in Dädi einen Baba, bei denen sie stets herzlich willkommen waren. Mami und Dädi lebten die christliche Nächsterliebe aus Überzeugung, und in ihren grossen Herzen gab es für viele andere Menschen Platz. Mami war eine sehr willensstarke Persönlichkeit, die sich für andere Menschen zustig einsetzte und bei politischen oder kirchlichen Themen manchmal wortstark und auch kritisch äusserte. So wie Mami und Dädi früher an Pilgerreisen nach Assisi teilnahmen und dort verschiedene Orte der Stille besuchten, genossen die beiden nach seiner Pensionierung ihre neue gemeinsame Zeit. Sie unternahmen viele Ausflüge mit dem Zug oder Dampfschiff, besuchten Museen und reisten in deutsche Städte und nach Wien. Mami freute sich, die Hochzeit ihrer Enkelinnen Barbara und Karin und des Enkels Sandro zu erleben. Sie war stolzes Urgrossmami von Maura, Alessia, Flavia und Vivienne und freute sich jedes Mal sehr, wenn diese sie besuchten. Und die jahrelangen, regelmässigen Telefongespräche, meist abends mit ihrer Enkelin Aurelia, machten ihren Tag vollständig. Durch Dädis plötzlichen Tod am 11. Juli 2017 wurde der lange geplante Unzug in die neue Wohnung im Hof 11 in Ibach eine grosse Herausforderung. Mami vermisste Dädi, ihr «Liebs Du». Aber ihr Gottvertrauen trug sie durch alle schwierigen Situationen. So schaffte Mami auch den Wechsel ins Alterszentrum Ruftswil am 1. Mai 2023 zwar schweren Herzens, doch meisterhaft. Im 5. Stock schätzte Mami die kompetente und liebenswürdige Pflege, hatte für die Pflegerinnen stets ein freundliches Wort und manchmal sogar eine Tafel Schokolade. Auch für den Koch und sein Team fand sie anerkennende Worte. Mami wählte ihre Alltagsbeschäftigungen gezielt aus dem vielseitigen Aktivitäten-Angebot. Sie half gerne beim «Wöschrämelegge» und «Gmiesnische». Und ihre liebste Gewohnheit, bei den Wortgottesdiensten im Ruftswil die Lesung, Fürbitten und andere Texte vorzulesen, pflegte sie bis kurz vor ihrem friedvollen Heimgehen. Sehr selten kam ein Wort der Klage über Mamis Lippen. Ihre letzten Lebensjahre waren erfüllt von Freundlichkeit und Zufriedenheit. Engel waren Mamis ganzes Leben lang die zuverlässigen und lichtvollen Begleiter. Sie betete täglich zu ihnen und sagte: «Wenn ich immer zu ihre Säte, chönd sie au öppis dafür tun!» Mamis Lieblingspruch war: «Es isch, wies isch. Gelobt sei Jesus Christ!»