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Brunnen «Sali», so begann fast jede Begegnung mit Erwin. Ein herzliches, ehrliches «Sali», das Wärme, Freude und Verlässlichkeit ausstrahlte. Genau so war Erwin, ein pflichtbewusster, hilfsbereiter und lebensfroher Mensch, der mit offenen Augen und grossem Herz durchs Leben ging. Erwin erhielten am 10. März 1961 das Licht der Welt. Für seine Eltern, Dora und Dominik Weber-von Euw, war es ein freudiger Moment, nach Dorly, Marcel und Roswitha diesen strammen Jungen in die Arme zu schliessen. Später kam sein jüngster Bruder René dazu. Gemeinsam verbrachten sie ihre Kindheit in Brunnen und später in Schwyz. Erwin besuchte die Schule in Brunnen und wechselte in der Oberstufe an das Institut. Mit seinen geschickten Händen knarbt zu sein und zu rechnen, das war seine Welt. Fremdsprachen zu lernen, war jedoch nie seine Stärke. Er liebte es, dort zu sein, wo Deutsch gesprochen wurde. So war es saheligend, dass er eine Lehre als Werkneegraucher begann. Er absolvierte seine Ausbildung bei Landis+City in Zug. Mit Fleiss und gutem Willen schloss er seine Lehrzeit sehr gut ab. Anschliessend bildete er sich zum Betriebstechniker weiter. In den folgenden Jahren arbeitete er bei der Landis+City AG, der Dättwiler AG, bei Spychtig in Seinen, Siemens in Zug und schliesslich bis zu seiner Pensionierung bei Rheinmetall in Altdorf. Bei Rheinmetall bildete er sich in verschiedenen Sparten weiter. Sein Können und sein Wissen waren überall gefragt, und er half aus, wo man seine Talente zu schätzen wusste. Im Sommer 2025 entschloss er sich, frühzeitig seine Pension zu geniessen, und half nebenbei mit Freude in der Werkstatt eines Freundes mit. Erwin absolvierte die Rekrutenschule als Gebirgsfüslier in Andermatt und erreichte den Rang eines Wachtmeisters. Kein Wunder, denn klare Worte, Verlässlichkeit und Führungsstärke zeichneten ihn aus. Er wirkte im Vorstand des UUV-Unteroffiziersvereins mit und organisierte mit viel Herzblut Veranstaltungen und Ausflüge. Beim traditionellen Morgartenschliessen half er im Team der Zeigermannschaft mit. Ebenso engagierte er sich über Jahre bei der Feuerwehr Schwyz sowie im Samariterverein. Besonders am Herzen lagen ihm die Nothelfenkurse und später die Monageerkurse. Sichtbar erfüllte es ihn, sein Wissen weiterzugeben und anderen zu helfen. Er vertrat den Posterdienst des Samaritervereins mit grosser Stärke. Mit 18 Jahren lernte er beim Tumbaball in Brunnen seine grosse Liebe, Joey Herger aus Bürglen UR, kennen. Aus dieser Begegnung entstand eine tiefe, liebevolle Partnerschaft voller gemeinsamer Erinnerungen. Die erste Geburtstagskarte für Joey zeigte einen Hand mit Knochen. Was er damit sagen wollte, libetlassen wir seinem Humor und unserer Fantasie. Ob bei Trifflintern quer durch die Schweiz oder bei Reisen mit dem VW-Golf in die Provence, nach Santa Margarita, Ligurien oder ins Piemont, die beiden genossen die gemeinsame Zeit. Von ihrer grossen Reise nach Finnland, bei der sie mit Handeschlitten unterwegs waren, erzählte er sehr gerne. Am 9. September 1999 gaben sich Joey und Erwin auf der Ibergeregg das Jawort. Ihre Hochzeitsreise führte sie auf die Insel Madeira. Gemeinsam bauten sie sich ein Zuhause und ein Leben voller Freundschaft, Zusammenhalt und Fürsorge auf. Im Jahr 2001 durften sie das gemeinsam mit den Geschwistern erbaute Mehrfamilienhaus in Brunnen bezauben. Erwin kümmerte sich dort mit grosser Leidenschaft um alles Technische und um die Umge- bung. Er kannte jede Ecke und half, wo er gebraucht wurde. Wer Erwin kannte, wusste, dass man sich auf ihn verlassen konnte. Er war spontan, humorvoll und hilfsbereit. Seine Liebe zur Natur, sei es beim Wandern oder mit dem Mustang über die Pläne fahren, machte ihn zu einem lebensfrohen Begleiter. Seine Aufgabe als Götti von Arion und Philipp sowie als Firngötti von Bastian nahm er sehr pflichtbewusst und gerne an. Er war stets betreibt, dass es allen gut geht. Wenn jemand Kai, Hilfe oder einfach ein offenes Ohr beachtete, war Erwin da. Lieber Erwin, viel zu früh hörte dein Herz am Freitag, dem 15. Mai, auf zu schlagen. Zurück bleiben Dankbarkeit, Erinnerungen und Spuren eines Menschen, der unser Leben bereichert hat. Erwin wir rufen die «Sali» in den Himmel – auf ein Wiedersehen in der Ewigkeit.
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