En mémoire de

Hugo Hofstetter-Eberhard

82 ans · 31 décembre 1943 — 4 mai 2026 · Küssnacht, Schwytz

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Remerciement
24 juin 2026

Mier dankid vö härze ... ... für all tröschtende Wort, (ich) mitfühlend Unterstützt und (ich) liebevolle Umarmige ... für das grosse Alleinahm und jedes Zeiche vo de Verbundeheit ... für das vielä schöne Chariti, Blueme und Spende ... am Bestattgsdienstl Betschart & Eichhorn für das dühllwami Begleitig ... am Pater Josef Christen für de würdesch Abschiedsgozliesdienst ... für das musikalisch Umrahmig vo de Truerfer ... a de Verwandte, Bekannte, Fründe, Fahrendelegationä und liebe Mänsche, wo de Hugo uf einer letschte Reis begleitet bend ... aihle, wo ihrem Dädl mit Freud, Fründschaft und Liebi begäignet sind. Mier vermised dich – du blüsch für immer i usne Härze. Immensee, im Juni 2026

Dini Familie

    Nécrologie

    Unser Dädl, Hugo Hofstetter, geboren am 31. Dezember 1943, wuchs als jüngstes von drei Kindern auf dem Bauernhof Badweid in Immensee auf. Früh musste sich die Familie von ihrem Vater verabschieden: Er verunglückte, und die Kindheit verlor an Unbeschwertheit. Nach den obligatorischen sieben Schuljahren half Dädl weiterhin auf dem heimischen Hof mit. Gleichzeitig begeisterte er sich für das Lastwagenfahren und durfte bereits mit 17 Jahren, ohne Ausweis, kleinere Lastwagenten übereahmen. Das Fahren wurde mit den Jahren immer mehr zu seiner grossen Leidenschaft. «Im Frohsinn» lernte Dädl unser Mami kennen und lieben. 1972 heirateten die beiden und bewirtschafteten zusammen den Bauernhof Badweid. In den Jahren 1973 bis 1983 kamen wir Kinder zur Welt. Nun war Dädl nicht mehr allein im Stall, beim Heuen und Chriesaen: Neben unserem Mami halfen nun vier tatkräftige Knechtli zu Hause mit. Im Jahr 1983 zügelte die junge Familie vom Schwarzenbach in das neu erbaute Haus in der Badweid. Zehn Jahre später wurde der Stall ebenfalls umgebaut. Hof und Haus gaben viel Arbeit. Trotzdem genossen wir als Familie die vielen Ausflüge auf die Alp, in die Berge, ins Hallenbad, das Abendschwimmen im Zugersee und das jährliche Picknick mit der Milchgenossenschaft. Stolz durfte er ab 2009 elf Grosskinder in die Arme schliessen. Die Familie hat unserem Dädl immer viel bedeutet: Er hatte immer Zeit für die Grosskinder, er liess sie oft auf seinem Schous böcklen und Zucker ohne Ende in seinen Kaffee einrühren. Er genoss es, nun mit den Grosskindern Traktor zu fahren, Kühe zu füttern oder Kälber zu trinken. An seinem Geburtstag, jeweils dem letzten Tag im Jahr, versammelten wir uns in der Badweid, um miteinander Dädls Geburtstag zu feiern. Er freute sich immer über alle Besuche, die schönen Zeichnungen und das Selbstgebastelte seiner Grosskinder. Wann immer möglich setzte sich Dädl aber, neben dem Bauernbetrieb, wieder in den Lastwagen. Sein Spruch «Ich bin nicht geboren zum Laufen, ich bin geboren zum Fahren» liess uns oft Schmunzeln. Er war ein umsichtiger und geschickter Fahrer. So gewann er an mehreren Geschicklichkeitsfahren, Gymkhanas, in der ganzen Schweiz viele schöne Preise. Als Ausbilfachauffeur war er ein gefragter und geschätzter Mann: sei dies bei Tachfenperlin Transport, beim Alteisen sammeln, Futter führen oder bei den Milchinaren. Sofort war er in jedem Lastwagen heimisch, und auch auf den Strassen und in den Städten kannte er sich bestens aus. Wir Kinder durften ihn oft begleiten auf seinen Fahrten. Damals noch unkompliziert, alle Kinder auf demselben Beifahrersitz, ohne Kinderstift. Kamenalschaf, Geselligkeit, Singen, Jutzen und Jodeln, wo immer in die Gelegenheit ergab, waren für unseren Dädl das Geloste. Ob im Restaurant, in freier Natur, zu Hause, im Stall oder unterwegs im Lastwagen: Ein freier Jutz war sein Markenzeichen. Schon als kleiner Bub hatte er mit seinem Vater in den Restaurants gesungen und dabei seine ersten Rutzen verdient. Gerne jodelte er später auch im Routiers-Chörli mit viel Herzblut und verbrachte viele frohe und lustige Stunden mit seinen Jodlergspändli. An der Küssnachter Sennenchili gab er zusammen mit verschiedenen Jutzerkollegen auf der Bühne Naturjutz zum Besten. Stolz jutzten sie auch auf dem Schwyzer-Husli-Wagen am Sennenchili-Unzug. Als Mitglied der Trachtengruppe trug er die historische Küssnachter Tracht. So war es eine grosse Ehre, als er zusammen mit Mami als Sennengrosseltern zweimal an der Sennenchili einwirken konnte. Mit Freude und den eigenen Grosskindern durften sie am Umzug mitlaufen. Auch bei der freiwilligen Feuerwehr in Immensee half er tatkräftig mit und war dort ebenfalls ein sehr geselltes und langjähriges Vereinsmutglied. Gemütliche Feste im Dorf, Chilbi, Grümpelturnier und speziell an der Fasnacht. Da war unser Dädl mit Mami anzutreffen. Freies zu berichten gab es immer, sie fühlten sich verbunden mit Jung und Alt im Dorf – die Nichte waren lang und unsere Eltern Höchdeln. Auch am Chlausjagen trychkte Dädl nach dem Bethlehem-Kaffee bis ins hohe Alter mit, meistens als Schlusstrychler. Am Sonntag im Restaurant zu essen, das schätzte unser Dädl mit den Jahren immer mehr. Auch Mami hatte dann ihren Freitag, und die beiden freuten sich über gesellige, spontane Stunden mit allerlei Bekannten und Unbekannten. Unsere Eltern genossen es auch immer mehr, in die wohlverdienten Ferien zu reisen: ein Retail nach Davos, an den Bodensee und Wellness am Thunensee, später ging es nach Griechenland, Kuba, Ägypten und auf das Hurtignsten-Schiff. Viele schöne Erlebnisse, Erinnerungen und neue Bekanntschaften konnten die beiden jedes Mal mit nach Hause nehmen. Dädls letzte Jahre waren geprägt von schweren Krankheiten. Er war ein Kämpfer und ein Optimist, sein grosser Wille war uns allen ein Vorbild. Die Aufenthalte im Spital, im Altersheim und die vielen Arztbesuche machten ihm jedoch sehr zu schaffen, und er zog sich immer mehr zurück. Dank der Pflege von Mami und Selina und der Unterstützung der ganzen Familie durfte er die letzten Monate zu Hause verbringen. Wie er es sich immer gewünscht hatte, durfte er in der geliebten Badweid und bei den geliebten Menschen für immer einschlafen. Nun jutzt ein neuer Engel im Himmel. Lieber Hugo, lieber Dädl und Grossdädl, wir vermissen dich. Wir gönnen dir die ewige Ruhe und den Frieden von Herzen. «Machs gust und uf wiederhaage!»

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