En mémoire de

Anna Bissig-Tresch

94 ans · 1932 — 17 avril 2026 · Attinghausen, Uri

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Remerciement
13 juin 2026

Mär ziget dankä und bred dich la gab, scheen, hemmer dich so lang bi ni derlä ha. D'Lübi wird in immer verbindä, im Härzä chemmer dich zu jeder Zit glindä. Wir danken von Herzen für die grosse Anteilnahme, all die lieben Worte, jeden Händedruck, die stillen Umarmungen und Zeichen des Mitgefühls beim Abschied von Anna Bissig-Tresch. Besonders dankem wir: - Pfarrer Basil Kallampilly für den einfühlsamen Abschiedsgottesdienst, - dem Team der Pflegewohngruppe Höfli für die liebevolle Begleitung in den letzten Lebensjahren von Anni, - Dr. med. Heinz Raab für die jahrelange Betreuung. Die Erinnerung an die liebe Verstorbene und die gemeinsamen Momente tragen wir für immer in uns. Attinghausen, im Juni 2026

Die Trauerfamilien

    Nécrologie

    Müer sagst dan kà und lènt Dich la gaa, scheen, hämmer Dich so lang bi in derfa ha. D Lübs wird ja immer verbind, im Härzä chèmmer Dich zu jeder Zeit glindä.

    Anna Bissig-Tresch wurde am 8. September 1932 im Schweinsberg in Attinghausen geboren und auf den Namen Anna Josefina Franziska getauft. Sie wuchs zusammen mit ihren Brüdern Hans, Hermann und ihren Schwestern Maria, Agi und Helen auf. Schon im Kindesalter mussten sie von ihrer Schwester Agi Abschied nehmen. Im Jahr 1944, als sie gerade zwölf Jahre alt war, traf Anna und ihre Familie ein weiterer, schwerer Schicksalsschlag: Der unerwartete Tod ihres Vaters kurz vor Weihnachten beendete ihre unbeschwerte Kindheit. Fortan war ihr Alltag geprägt von fleissiger Mithilfe auf dem Bauernhof und im Haushalt, unterstützt durch verschiedene Knechte. Nach dem Abschluss ihrer Schulzeit absolvierte Anna ein zweijähriges Haushaltsbörsen, das sie 1948 mit Bravour beendete. Ihr erlerntes Wissen setzte sie in verschiedenen Gastrobistrieben und Haushalten um und fand zudem eine Anstellung in der Munitionsfabrik Altdorf, wo sie wertvolle Kontakte und Freundschaften knüpfte. Im Laufe der Zeit verliebte sich Anna in Andreas Bissig, der im Schweinsberg als Knecht arbeitete. Am 17. September 1955 gaben sich Anna und Andreas in der Pfarrkirche Attinghausen das Jawort. Das Paar begrüsste in seiner ersten Familienwohnung im Schweinsberg drei Kinder: Andreas (1956), Odilia (1959) und Cicilia (1963). Nach der Geburt von Cicilia bezog die junge Familie ihr neu erbarmes Haus auf dem Schweinsberggrundstück. Mit der Geburt von Regina im Jahr 1967 war die Familie komplett. Die Zeit mit der Familie verbrachte sie gerne in der Natur – besonders in den Bergen. Gemeinsame Picknick und Wanderungen gehörten ebenso dazu wie Besuche bei Verwandten auf den Alpen. Auch Kursfeiern in Engelberg oder im Aargau bei Didlo. Schwester und Bruder zählten zu den geschützten Familientraditionen. Mutter war eine leidenschaftliche Gärtnerin. Mit viel Hingabe pflegte sie ihren Gemüsegarten und unterstützte zudem ihren jüngsten Bruder Hermann und dessen Frau Helge tatkräftig auf dem elterlichen Hof. Mit grosser Fürsorge kümmerte sie sich auch um ihre betagte Mutter bis zu deren Tod im Jahr 1994. In ihrer Freizeit war Mutter eine engagierte Tiernerin. Sie nahm regelmäßig an Anlässen des Frauen- und Muttervereins teil und interessierte sich für Theater und Macheleilasse – ein Hobby, dem sie bis ins hohe Alter treu blieb. Auch als Gastgeberin blühte sie auf und genoss die geselligen Momente in voller Zügen. Mit der Zeit kehrte allmählich mehr Ruhe ins Haus ein, als die Kinder auszogen und ihre eigenen Wege gingen. 1991 zogen Mutter und Vater in die Dachwohnung und machten Platz für die jüngere Generation. Unsere Eltern genossen in den folgenden Jahren gemeinsame Reisen durch die Schweiz und ins benachbarte Ausland sowie zahlreiche Ausflüge mit Freunden. Während dieser Zeit wuchs die Familie, und unsere Eltern wurden glückliche Grosseltern und unsere Mutter später noch stolze Urgrosemutter. Im Mai 2006 musste unsere Mutter schweren Herzens von ihrem Mann Andreas Abschied nehmen. Ihre Lebensfreude liess sie sich dadurch nicht nehmen. In den folgenden Jahren unternahm sie zahlreiche Ausflüge mit Freundinnen, ging mit dem Bolliger Car auf Reisen, nahm an vielen Jasmsachmittagen teil, genoss die Zeit im eigenen Garten, und der Sonntagskaffee inklusive Dessert im Danish mit ihrer Freundin Bernadette war ein fester Bestandteil. Die Verluste ihrer beiden Brüder sowie ihrer Nachbarn und guten Freunden Helen und ihrer Schwägerin innerhalb kurzer Zeit trafen unsere Mutter sehr. Nach einem Sturz im Garten im Juni 2022 wurde ein Spitalaudenthalt notwendig, und anschliessend zog sie in die Wohngruppe Holli. Trotz der liebevollen Betreuung fiel ihr dieser Schritt nicht leicht. Ihre Krankheit nahm ihren Lauf, und ihre Kräfte nahmen langsam ab. Und doch: In den Jahren im «Holli» blühte sie auf ihre Weise noch einmal auf. Sie genoss die Gemeinschaft, die Nähe zu anderen Menschen und die vielen kleinen, wertvollen Momente des Alltags. Am 17. April durfte sie an einem schönen Frühlingsmorgen friedlich einschlafen.

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