In memory of
Born Heinzer
Leave a sign of closeness
One gesture each, like a signature in the book. You can change it anytime.
A memory, an anecdote or simply a thought.
Ebook Gott, liebt Muetter.
Agnes Bürgler-Heinzer wurde am 13. Januar 1934 als jüngstes von drei Kindern in Rickenbach geboren. Deine Eltern waren Katharina Bürgler von der Buoßen und Sebi Heinzer vom Flielenberg, Illgau. 1937 konnten deine Eltern das Haus Brüggli in Illgau kaufen, wo ihr im gleichen Herbst eingezogen seid. Die Schule hast du in Illgau besucht und warst eine richtig gute Schülerin. 1942 zügelte deine Familie in die Buoßen, wo dein Onkel und Götti Domini, bedingt durch seine Krankheit, Hilfe auf dem Bergbauernhof brauchte. Zur Buoßen gehört die angrenzende Buoßenweid und damals auch die Alp Chrudhütte. So habt ihr im Sommer in der Buoßen und der Chrudhütte tatkräftig mitgeholfen und den Winter im Brüggli verbracht. Du musstest mit deinen Geschwistern schon früh tatkräftig anpacken. Trotz der strengen Arbeit habt ihr drei Geschwister gute Erinnerungen an den Spielplatz im Chrudhüttenwälzli. 1956 hast du s Melktonis Wisi, einen urchigen Bauern, den du seit Kindheit kanntest, geheiratet. Ihr seid ins Brüggli eingezogen, wo ihr euch sehr wohl gefühlt habt. Aber bereits nach einem halben Jahr wurde dein Vater krank, und ihr seid in die Buoßen umgezogen, um deiner Familie zu helfen. 1957 ist mit Wisi euer erstes Kind zur Welt gekommen. Ihm folgten dann Toni 1958, Josef 1960, Agnes 1962, Ueli 1964, Rita 1966 und Armin 1969, die ihr als Eltern mit grosser Freude und Dankbarkeit angenommen habt. Leider war Armin durch die besonders schwere Geburt vollständig gelähmt und konnte nicht sprechen. Du hast ihn fürsorglich und aufopfernd gepflegt, bis er mit sieben-tiohalb Jahren gestorben ist. 1977 wurde die Buoßen mit einer Strasse erschlossen, was das Leben stark erleichterte. Und auch in diesem Jahr erfolgte die Hofsanierung. Da hast du tatkräftig mitgewicht und alle Arbeiter mit Speu und Trank versorgt. Überhaupt hast du viele handwerkliche Arbeiten verrichtet. Beim Melken von Hand warst du unschlagbar, und mit der Sügksi hast du bis ins hohe Alter alle vor dir hergetrieben. Mit dem Schlepprechen hast du Tausende Kilometer zurückgelegt. Aber auch im und ums Haus hast du viele Talente ausgelebt. Kleider flicken oder aus alten Kleidern Neues schneidern und natürlich Hirthemnik selber machen, die du auch wunderbar mit Stickereien verschönert hast. Beim Lismen konnte dir niemand etwas vormachen. Mit deiner Kochkunst hast du die ganze Familie verwöhnt. Auch bei der strengsten Heuerzeit kam immer ein perfektes Menü auf den Tisch. Mit viel Geschick und grosser Freude hast du den Garten gepflegt und das Haus mit Geranien geschmückt. Du warst aber auch die Bürofeizin in der Buoßen. So hast du alle schriftlichen Belange und die Zahlungen erledigt. Legendär war deine wunderbar schöne Handschrift. Lange Zeit warst du im Hinteroberberg als Milchwägerin unterwegs. Nach dem Strassenbau hast du dafür sogar ein Velotöffli angeschafft. Zu deinen Hobbys gehörten Lesen und Jassen, am liebsten der Völgauerjass. Richtig heimelig wars, wenn du deinen Kindern vergeboren, Geschichten erzählt oder gesangen und ein Jüüzli von dir gegeben hast. Ferien waren dir nicht bekannt. Nur nach Lourdes bist du zusammen mit Wisi rund zehnmal gepligert, was du sehr genossen hast. Ein schwerer Schicksalsschlag war der tödliche Bergamfali von deinem ältesten Sohn Wisi an Pfingsten 1982. Das hat dich und deine Familie stark geprägt. Aber auch das hast du dank deinem Gottvertrauen verarbeitet. Überhaupt war der Glaube eine wichtige Stütze. Jedesmal, wenn du im Auto mitgefahren bist, hast du für eine sichere Fahrt zu Wisi und Armin gebetet. Auch christliche Bräuche hast du hochgehalten. Obwohl das Einkommen als Bergbauernfamilie gering war, hat es für alle Kinder zum Chlusstag und zu Weihnachten immer Geschenke gegeben. An Ostern gab es ein Näschtli, welches von Dädi an originellen Orten versteckt wurde. Und zum «Abblühte» am Michaelstag wurde ins Bett geschleukt. Die Gebarts- und Namenstage deiner Kinder waren dir wichtig. Es gab immer eine selbst gemachte Torte und ein Geschenk. Auch die Grosskinder erhielten zum Geburtstag einen Batzen. Deine Familie hat sich mit zwei Schwiegervöhnen und der Schwiegertochter vergrössert. Zwischenzeitlich hast du zwölf Grosskinder und elf Ur-grosskinder. Auch nach der Pension hast du bis ins hohe Alter auf dem Hof weitergearbeitet und wie selbstverständlich für Wisi, Toni und Ueli den Haushalt gefühlt. Die harte Arbeit hat deinem Körper zugesetzt, und die Beschwerden wurden immer stärker. Ein Spitalaufenthalt wurde notwendig und dann vor drei Jahren der Eintritt zusammen mit Wisi ins Altersheim Buobenmatt. Dort hast du dich schnell zurechtgefunden und die fürsorgliche Pflege geschätzt. Du warst dankbar für die vielen Besuche und hast viele schöne Jasseachmittage genossen. Die Altersbeschwerden waren aber du, und du warst müde vom harten Leben als Bergbäuerin. Am «Vereitag» bist du dann im Beisein von Wisi und deiner Schwiergertochter während dem Anschauen von Fotos friedlich eingeschlafen. Liebt Muetter, liebt Gottä, du hast viel geschafft und hast deine Familie fürsorglich unsorgt. Du bist jetzt zum Schöpfer heimgekehrt und mit Wisi und Armin vereint. Wir danken dir für all das Gute, dass du für uns geleistet hast, und sagen mit deinen Worten: Bhüeti Gott!
Deine Familie
Besonders danken wir: der Heimleitung und dem Personal des Altenheims Buobenmatt, Muotathal, allen, die unserer Mutter im Leben Gutes getan haben, für die treuen Besuche in der Buobenmatt, Pfarrer Peter Vorlanten für die würdige Abschiedsfeter und die schöne musikalische Begleitung von Helene Bürgler und Rita von Rickenbach, den Sakristaninnen, dem Totengräber und der Fahnendelegation des Lourdes-pilgenvereins, allen, die am Abschiedsgottesdienst teilgenommen haben. Wir danken für die schönen Briefe, Blumenarrangements und die heiligen Messen.
Spotted an error or something missing? Contact the Funere team
Funeral and visitation
A living tribute, planted in a Swiss forest by our partner.
CHF 50 per tree
Prepared with care and delivered to the family, at the address you give us.
From CHF 89
Leave a sign of closeness
One gesture each, like a signature in the book. You can change it anytime.
A memory, an anecdote or simply a thought.
Ebook Gott, liebt Muetter.
Agnes Bürgler-Heinzer wurde am 13. Januar 1934 als jüngstes von drei Kindern in Rickenbach geboren. Deine Eltern waren Katharina Bürgler von der Buoßen und Sebi Heinzer vom Flielenberg, Illgau. 1937 konnten deine Eltern das Haus Brüggli in Illgau kaufen, wo ihr im gleichen Herbst eingezogen seid. Die Schule hast du in Illgau besucht und warst eine richtig gute Schülerin. 1942 zügelte deine Familie in die Buoßen, wo dein Onkel und Götti Domini, bedingt durch seine Krankheit, Hilfe auf dem Bergbauernhof brauchte. Zur Buoßen gehört die angrenzende Buoßenweid und damals auch die Alp Chrudhütte. So habt ihr im Sommer in der Buoßen und der Chrudhütte tatkräftig mitgeholfen und den Winter im Brüggli verbracht. Du musstest mit deinen Geschwistern schon früh tatkräftig anpacken. Trotz der strengen Arbeit habt ihr drei Geschwister gute Erinnerungen an den Spielplatz im Chrudhüttenwälzli. 1956 hast du s Melktonis Wisi, einen urchigen Bauern, den du seit Kindheit kanntest, geheiratet. Ihr seid ins Brüggli eingezogen, wo ihr euch sehr wohl gefühlt habt. Aber bereits nach einem halben Jahr wurde dein Vater krank, und ihr seid in die Buoßen umgezogen, um deiner Familie zu helfen. 1957 ist mit Wisi euer erstes Kind zur Welt gekommen. Ihm folgten dann Toni 1958, Josef 1960, Agnes 1962, Ueli 1964, Rita 1966 und Armin 1969, die ihr als Eltern mit grosser Freude und Dankbarkeit angenommen habt. Leider war Armin durch die besonders schwere Geburt vollständig gelähmt und konnte nicht sprechen. Du hast ihn fürsorglich und aufopfernd gepflegt, bis er mit sieben-tiohalb Jahren gestorben ist. 1977 wurde die Buoßen mit einer Strasse erschlossen, was das Leben stark erleichterte. Und auch in diesem Jahr erfolgte die Hofsanierung. Da hast du tatkräftig mitgewicht und alle Arbeiter mit Speu und Trank versorgt. Überhaupt hast du viele handwerkliche Arbeiten verrichtet. Beim Melken von Hand warst du unschlagbar, und mit der Sügksi hast du bis ins hohe Alter alle vor dir hergetrieben. Mit dem Schlepprechen hast du Tausende Kilometer zurückgelegt. Aber auch im und ums Haus hast du viele Talente ausgelebt. Kleider flicken oder aus alten Kleidern Neues schneidern und natürlich Hirthemnik selber machen, die du auch wunderbar mit Stickereien verschönert hast. Beim Lismen konnte dir niemand etwas vormachen. Mit deiner Kochkunst hast du die ganze Familie verwöhnt. Auch bei der strengsten Heuerzeit kam immer ein perfektes Menü auf den Tisch. Mit viel Geschick und grosser Freude hast du den Garten gepflegt und das Haus mit Geranien geschmückt. Du warst aber auch die Bürofeizin in der Buoßen. So hast du alle schriftlichen Belange und die Zahlungen erledigt. Legendär war deine wunderbar schöne Handschrift. Lange Zeit warst du im Hinteroberberg als Milchwägerin unterwegs. Nach dem Strassenbau hast du dafür sogar ein Velotöffli angeschafft. Zu deinen Hobbys gehörten Lesen und Jassen, am liebsten der Völgauerjass. Richtig heimelig wars, wenn du deinen Kindern vergeboren, Geschichten erzählt oder gesangen und ein Jüüzli von dir gegeben hast. Ferien waren dir nicht bekannt. Nur nach Lourdes bist du zusammen mit Wisi rund zehnmal gepligert, was du sehr genossen hast. Ein schwerer Schicksalsschlag war der tödliche Bergamfali von deinem ältesten Sohn Wisi an Pfingsten 1982. Das hat dich und deine Familie stark geprägt. Aber auch das hast du dank deinem Gottvertrauen verarbeitet. Überhaupt war der Glaube eine wichtige Stütze. Jedesmal, wenn du im Auto mitgefahren bist, hast du für eine sichere Fahrt zu Wisi und Armin gebetet. Auch christliche Bräuche hast du hochgehalten. Obwohl das Einkommen als Bergbauernfamilie gering war, hat es für alle Kinder zum Chlusstag und zu Weihnachten immer Geschenke gegeben. An Ostern gab es ein Näschtli, welches von Dädi an originellen Orten versteckt wurde. Und zum «Abblühte» am Michaelstag wurde ins Bett geschleukt. Die Gebarts- und Namenstage deiner Kinder waren dir wichtig. Es gab immer eine selbst gemachte Torte und ein Geschenk. Auch die Grosskinder erhielten zum Geburtstag einen Batzen. Deine Familie hat sich mit zwei Schwiegervöhnen und der Schwiegertochter vergrössert. Zwischenzeitlich hast du zwölf Grosskinder und elf Ur-grosskinder. Auch nach der Pension hast du bis ins hohe Alter auf dem Hof weitergearbeitet und wie selbstverständlich für Wisi, Toni und Ueli den Haushalt gefühlt. Die harte Arbeit hat deinem Körper zugesetzt, und die Beschwerden wurden immer stärker. Ein Spitalaufenthalt wurde notwendig und dann vor drei Jahren der Eintritt zusammen mit Wisi ins Altersheim Buobenmatt. Dort hast du dich schnell zurechtgefunden und die fürsorgliche Pflege geschätzt. Du warst dankbar für die vielen Besuche und hast viele schöne Jasseachmittage genossen. Die Altersbeschwerden waren aber du, und du warst müde vom harten Leben als Bergbäuerin. Am «Vereitag» bist du dann im Beisein von Wisi und deiner Schwiergertochter während dem Anschauen von Fotos friedlich eingeschlafen. Liebt Muetter, liebt Gottä, du hast viel geschafft und hast deine Familie fürsorglich unsorgt. Du bist jetzt zum Schöpfer heimgekehrt und mit Wisi und Armin vereint. Wir danken dir für all das Gute, dass du für uns geleistet hast, und sagen mit deinen Worten: Bhüeti Gott!
Deine Familie
Besonders danken wir: der Heimleitung und dem Personal des Altenheims Buobenmatt, Muotathal, allen, die unserer Mutter im Leben Gutes getan haben, für die treuen Besuche in der Buobenmatt, Pfarrer Peter Vorlanten für die würdige Abschiedsfeter und die schöne musikalische Begleitung von Helene Bürgler und Rita von Rickenbach, den Sakristaninnen, dem Totengräber und der Fahnendelegation des Lourdes-pilgenvereins, allen, die am Abschiedsgottesdienst teilgenommen haben. Wir danken für die schönen Briefe, Blumenarrangements und die heiligen Messen.
Spotted an error or something missing? Contact the Funere team
Guides
It is not. Our guides put things back in order, one step at a time.
The weeks after
Over time
Written and checked by the Funere team