In memory of
Spotted an error or something missing?
Leave a sign of closeness
One gesture each, like a signature in the book. You can change it anytime.
Da, wo Liebe ist, ist der Sinn des Lebens erfüllt.
Tod Didi, dr Emil im Ami, hat infolge eines Hirnschlags unverhofft Abschied genommen von uns – sinnerfüllt und mit einem Lächeln im Gesicht. Sinn, auf den Segen Gottes bauend, war er für die Reise zur ewigen Heimat bereit. Neben uns, einer grossen Familienarzt, hinterlässt Didi ein vielschichtiges und nachhaltiges Lebenswerk voller liebenswerter Dinge. Emil wurde 1941 in Illgau, im 600 Jahre alten Werferamhaus, geboren. Neben seinem Bettchen stand des Vaters Schulzinscher-Nähmaschine. Das Wasser musste von einem Brunnenring herangetragen werden. Im Schyrerhaus direkt über der Küche wurde Holz gespalten. Das Sägemehl rieselte durch die Bodenritzen zur Küche hinunter. In seinem warmen Nest, wie er es liebevoll nannte, waren bereits sechs Halbgeschwister, zwei Mädchen und vier Buben, eingenistet. Weitere vier Brüder gesellten sich zur munteren Schar. Seine geliebten Eltern waren Margrith Bürgler und z Domintschü Wist. Ich grunner Armut vermochten sie mit Gottvertrauen die dreizehnköpfige Familie zusammenzuhalten. Beim Schuleintritt im Jahre 1948 freute sich Emil sehr und behandelte seine hölzerne Schul-Chrätze mit grösser herglüft. In der raren Freizeit wurde Verstecke gespielt, geklettert, Holzkühe geschnitzt und Schliessfiburnen gesammelt. Von 1955 bis 1960 besuchte Emil als Reiniger Schüler die Missionsschule Marienberg in Rheineck. Der vierzehnjährige Bergler lernte, fremdes Brot zurzeit und dabei wohl ab und zu auch eine Heimwehrräte zu verschlucken. Emil empfand die ganze Schulgemeinschaft als grosse Bereicherung. Sein in dieser Zeit angesignetes Wissen in den Sprachen, der Mathematik, der Geografie, dem Zeichnen, der Musik, dem Klavier- und Orgelspiel und dem Chorgexang prägte ihn für sein ganzes Leben. Nach fünf Jahren Gymnasiumszeit, während der das Rauchen strikte verboten war, genoss Emil ab 1960 seine neue Freiheit. Im kleinen Dorflädel in Illgau, welches er vermehrt aufsuchte, gab es delikate «Nova 15 Stumpen» zu entdecken. Aber nicht nur dies. Exakt damals war dort eine junge zierliche Frau, das sogenannte Chiligust Marili, als freundliche und fleissige Ladenhöfe angestellt. Ab 1961 folgten Emils Ausbildungsjahre zum diplomierten Postbeamten. Parallel zur Berufsausbildung entwickelten sich auch die stillen Herrenangelegenheiten. An Weihnachten 1964 wurde der alten Chiligust-Stube Verlobung gefeiert. Die Heirat erfolgte am 26. April 1965. Bruder Alfons, heute Kunstmaler in Steinen, schneiderte Emils Hochzeitskleidung. Im «Sigristenhaus» gab es ein gemütliches Fest mit vielen lustigen Darbetungen. Noch am selben Abend ging es von Illgau nach Kisten. Die Sihpost Zürich wurde Emils neuer Arbeitsort. 1966 wurde im Spital Bülsch bohn flaynes geboren. 1968 begann die kleine Sonja in die Welt zu Müzeln. 1969 wurde Emil zur Neubesetzung der Poststelle Illgau gewählt. In der letzten Dezemberwoche zog die junge Familie von Zürich in ihre alte Heimat, ins idyllische Illgauer Bergdörfl, zurück. Der ganze, bescheidene Hausrat wurde vom Ried aus mit dem Salthöbel zum winterlichen Bergdorf hochgefahren. 1970 begann Emil mit der Planung des Posthauses, welches 1971 fertiggestellt wurde. Im neuen Ziehause konnte 1973 die kleine Roswitha mit grosser Freude in die Arme geschlossen werden. Und als grösstes Weihnachtsgeschenk, im Dezember 1980, meldete sich noch Nesthäkchen Marseda am Nachbeiligtag. Gemeinsam erbauten Maria und Emil 1987 hoch über dem Dorf ihr sonniges Arnihaus. Emil war bestrebt, seiner Heimatgemeinde zu dienen. Beim Verbehrverein Illgau wirkte er als Mitgründer. Bei der Erschliessung von neuen markierten Wanderwegen im Gemeindegebiet samt Wegweisern und Ruhebänkli war Emil treibende Kraft. Ein Beispiel dafür ist der Fallenfluh-Rundweg via Chäuneli-Wartberg. Emil hat die erste Illgauer Jassmeisterschaft ins Leben gerufen. Als Pfarreizolpräsident initiierte er den Bau eines neuen Pfarreizöl. Emils Engagement reichte bis weit über die Gemeindegrenze hinaus. So war er zwischen 1990 und 1998 im Bezirksrat und als solcher Schulzolpräsident der Oberstolzuschulen des Bezirks Schwyz. Nach seinem Rücktritt amtierte er noch einige Jahre im Kantonskirchennin. Emil war ein Berg-, Wander- und Reisefreund, ein Literatur- und Musikliebhaber und ein ehemaliger Sänger im Gemischten Chor Schwyz. Sein Staunenkönnen über die Welt und ihre Dinge war ausgeprägt. Die Liebe zur Heimat, zu den Menschen und ihren Geschichten manifestiert sich in seinen Sammlungen, selbstverlassten Texten, Büchern und Liederbüchern. Über 60 Jahre konnten Maria und Emil zusammen sein. Ihre vier Kinder sind in alle Himmelsrichtungen ausgezogen, um eigene Familien zu gründen. Darum sind zwölf über alles geliebte Grosskinder geworden. Neun Meitli und drei Buben, je drei Grosskinder mit Muotathaler, Urner, Vbriger und Berner Dialekt. Acht Monate lang konnte Emil als überglücklicher Urgrossdidi die kleine Eivise geniessen.
A living tribute, planted by our reforestation partner. It grows where flowers fade.
CHF 50 per tree
Send this memorial page to family, friends and colleagues so they can leave a message, share a memory or simply remember together.
A dedicated space to read messages of support, share photos, and preserve memories of loved ones. Access is free and reserved exclusively for family members.
Access family spaceLeave a sign of closeness
One gesture each, like a signature in the book. You can change it anytime.
Da, wo Liebe ist, ist der Sinn des Lebens erfüllt.
Tod Didi, dr Emil im Ami, hat infolge eines Hirnschlags unverhofft Abschied genommen von uns – sinnerfüllt und mit einem Lächeln im Gesicht. Sinn, auf den Segen Gottes bauend, war er für die Reise zur ewigen Heimat bereit. Neben uns, einer grossen Familienarzt, hinterlässt Didi ein vielschichtiges und nachhaltiges Lebenswerk voller liebenswerter Dinge. Emil wurde 1941 in Illgau, im 600 Jahre alten Werferamhaus, geboren. Neben seinem Bettchen stand des Vaters Schulzinscher-Nähmaschine. Das Wasser musste von einem Brunnenring herangetragen werden. Im Schyrerhaus direkt über der Küche wurde Holz gespalten. Das Sägemehl rieselte durch die Bodenritzen zur Küche hinunter. In seinem warmen Nest, wie er es liebevoll nannte, waren bereits sechs Halbgeschwister, zwei Mädchen und vier Buben, eingenistet. Weitere vier Brüder gesellten sich zur munteren Schar. Seine geliebten Eltern waren Margrith Bürgler und z Domintschü Wist. Ich grunner Armut vermochten sie mit Gottvertrauen die dreizehnköpfige Familie zusammenzuhalten. Beim Schuleintritt im Jahre 1948 freute sich Emil sehr und behandelte seine hölzerne Schul-Chrätze mit grösser herglüft. In der raren Freizeit wurde Verstecke gespielt, geklettert, Holzkühe geschnitzt und Schliessfiburnen gesammelt. Von 1955 bis 1960 besuchte Emil als Reiniger Schüler die Missionsschule Marienberg in Rheineck. Der vierzehnjährige Bergler lernte, fremdes Brot zurzeit und dabei wohl ab und zu auch eine Heimwehrräte zu verschlucken. Emil empfand die ganze Schulgemeinschaft als grosse Bereicherung. Sein in dieser Zeit angesignetes Wissen in den Sprachen, der Mathematik, der Geografie, dem Zeichnen, der Musik, dem Klavier- und Orgelspiel und dem Chorgexang prägte ihn für sein ganzes Leben. Nach fünf Jahren Gymnasiumszeit, während der das Rauchen strikte verboten war, genoss Emil ab 1960 seine neue Freiheit. Im kleinen Dorflädel in Illgau, welches er vermehrt aufsuchte, gab es delikate «Nova 15 Stumpen» zu entdecken. Aber nicht nur dies. Exakt damals war dort eine junge zierliche Frau, das sogenannte Chiligust Marili, als freundliche und fleissige Ladenhöfe angestellt. Ab 1961 folgten Emils Ausbildungsjahre zum diplomierten Postbeamten. Parallel zur Berufsausbildung entwickelten sich auch die stillen Herrenangelegenheiten. An Weihnachten 1964 wurde der alten Chiligust-Stube Verlobung gefeiert. Die Heirat erfolgte am 26. April 1965. Bruder Alfons, heute Kunstmaler in Steinen, schneiderte Emils Hochzeitskleidung. Im «Sigristenhaus» gab es ein gemütliches Fest mit vielen lustigen Darbetungen. Noch am selben Abend ging es von Illgau nach Kisten. Die Sihpost Zürich wurde Emils neuer Arbeitsort. 1966 wurde im Spital Bülsch bohn flaynes geboren. 1968 begann die kleine Sonja in die Welt zu Müzeln. 1969 wurde Emil zur Neubesetzung der Poststelle Illgau gewählt. In der letzten Dezemberwoche zog die junge Familie von Zürich in ihre alte Heimat, ins idyllische Illgauer Bergdörfl, zurück. Der ganze, bescheidene Hausrat wurde vom Ried aus mit dem Salthöbel zum winterlichen Bergdorf hochgefahren. 1970 begann Emil mit der Planung des Posthauses, welches 1971 fertiggestellt wurde. Im neuen Ziehause konnte 1973 die kleine Roswitha mit grosser Freude in die Arme geschlossen werden. Und als grösstes Weihnachtsgeschenk, im Dezember 1980, meldete sich noch Nesthäkchen Marseda am Nachbeiligtag. Gemeinsam erbauten Maria und Emil 1987 hoch über dem Dorf ihr sonniges Arnihaus. Emil war bestrebt, seiner Heimatgemeinde zu dienen. Beim Verbehrverein Illgau wirkte er als Mitgründer. Bei der Erschliessung von neuen markierten Wanderwegen im Gemeindegebiet samt Wegweisern und Ruhebänkli war Emil treibende Kraft. Ein Beispiel dafür ist der Fallenfluh-Rundweg via Chäuneli-Wartberg. Emil hat die erste Illgauer Jassmeisterschaft ins Leben gerufen. Als Pfarreizolpräsident initiierte er den Bau eines neuen Pfarreizöl. Emils Engagement reichte bis weit über die Gemeindegrenze hinaus. So war er zwischen 1990 und 1998 im Bezirksrat und als solcher Schulzolpräsident der Oberstolzuschulen des Bezirks Schwyz. Nach seinem Rücktritt amtierte er noch einige Jahre im Kantonskirchennin. Emil war ein Berg-, Wander- und Reisefreund, ein Literatur- und Musikliebhaber und ein ehemaliger Sänger im Gemischten Chor Schwyz. Sein Staunenkönnen über die Welt und ihre Dinge war ausgeprägt. Die Liebe zur Heimat, zu den Menschen und ihren Geschichten manifestiert sich in seinen Sammlungen, selbstverlassten Texten, Büchern und Liederbüchern. Über 60 Jahre konnten Maria und Emil zusammen sein. Ihre vier Kinder sind in alle Himmelsrichtungen ausgezogen, um eigene Familien zu gründen. Darum sind zwölf über alles geliebte Grosskinder geworden. Neun Meitli und drei Buben, je drei Grosskinder mit Muotathaler, Urner, Vbriger und Berner Dialekt. Acht Monate lang konnte Emil als überglücklicher Urgrossdidi die kleine Eivise geniessen.