In memoria di

Frieda Tresch-Zgraggen

86 anni · 17 febbraio 1940 — 18 marzo 2026 · Altdorf UR, Uri

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Necrologio

Frieda Tresch-Zgraggen wurde mitten im Krieg, am 17. Februar 1940, als erstes Kind von Franz und Frieda Zgraggen-Püntener im Gründli, Altdorf, geboren. Kurze Zeit später zügelte die junge Familie dann in den Vogelsang, wo die Geschwister Hans, Erwin und Martin zur Familie gestossen sind. 1946 entschloss sich die Familie, in die neuen Zweifamilienhäuser in der Pro Familia zu ziehen. Mit der Geburt der Geschwister Robert und Rosmarie war die Familie dann komplett. Ihre Schulzeit absolvierte unsere Mutter, wie alle Mädchen damals, im Schulhaus St. Karl. Sie erzählte immer wieder die Geschichte, als sie in der 1. Klasse von der Ordensschwester nach Hause geschickt wurde, weil sie in Hosen zur Schule gekommen ist statt in den üblichen Strumpfhosen, Rock und Schürze. Nach der 7. Klasse absolvierte sie, wie damals üblich, das Haushaltlehrjahr und ging danach für ein Jahr als Au-pair ins Tessin, wo sie dann auch noch Italienisch lernen konnte. Ihre Italienischkenntnisse hat sie immer wieder gern eingesetzt und hat darum auch jede Gelegenheit genutzt, mit Personen aus Italien oder dem Tessin zu sprechen. Als sie wieder nach Hause kam, konnte sie dann eine Stelle als «Hauswirtschafterin» der Ärzte-Gemeinschaft am Kantonsspital Uri antreten. Nach ein paar Jahren zog es sie dann weiter. Sie wollte noch mehr von der Schweiz sehen und übernahm verschiedene Anstellungen als Serviertochter. Das Angebot für eine Arbeitsstelle in der modernen Schuhfabrik Bally in Schattdorf lockte sie dann wieder in den Kanton Uri. Unter den vielen jungen Frauen, die in der Bally arbeiteten, fand sie schnell gute Freundinnen, mit denen sie ein Leben lang verbunden geblieben ist. Diese Freundinnen waren es dann auch, die Frieda dazu überredet haben, an eine Tanzveranstaltung in Attinghausen zu gehen. Dort begegnete sie dann unserem Vater. Die junge Frau, die ihm beim Tanzen ständig auf die Füsse gestanden ist, hat ihm offenbar Eindruck gemacht, und schon bald kam es zum ersten Rendezvous. So sind die beiden zusammengekommen. Am 4. August 1961 wurde dann Hochzeit gefeiert. Frieda brachte ihren ersten Sohn Beat in die Ehe mit, und das junge Paar konnte schon bald eine Wohnung an der Gurtenmundstrasse beziehen. Dort wurde auch ihr zweites Kind Stefan geboren. Nach dem Umzug an die Schmiedgasse, mitten in Altdorf, stiessen dann auch noch Markus, Doris und Elias zur jungen Familie. Unsere Mama war immer für ihre Familie da, und wir fünf Kinder haben sie ganz sicher auch auf Trab gehalten. Dank ihr konnten wir Kinder eine unbeschwerte Kindheit mitten im Dorf von Altdorf erleben. Als Spätfolgen eines Verkehrsunfalls machten sich dann bei ihrem Mann Mitte der Siebzigerjahre gesundheitliche Probleme bemerkbar. Und als unser Vater dann als Folge seiner Krankheit nicht mehr arbeiten konnte, entschied sich Frieda, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Bei der Munitionsfabrik Altdorf fand sie eine Anstellung. Zuerst bei der Munitionsherstellung, später dann als Leiterin einer Kantine. Diese Anstellung und die vielen sozialen Kontakte waren für unsere Mutter sehr wichtig und wertvoll. Ganz besonders zum Tragen kam das soziale Netz im August 1983, als ihr Mann absolut unerwartet verstorben ist. Frieda zog von Altdorf nach Erstfeld und begann wieder, volkstümliche Anlässe zu besuchen. Durch die Volksmusik lernte sie dann auch Othmar kennen. Sie reisten gemeinsam zu Musikstubeten … Bis dann auch Othmar gestorben ist. Zum Glück hat der Autoführerschein ihren Radius erweitert. Mit ihrem grünen Colt war sie fast überall anzutreffen. Die Rolle als Grossmutter und Urgrossmutter erfüllte sie. Sie nahm grossen Anteil am Leben und an der Ausbildung ihrer Gross- und Urgrosskinder und war gerne bei den verschiedensten Anlässen wie Erstkommunion, Firmung, Lehr- oder Schulabschluss dabei. Sie stand auch zur Verfügung, um als Haushaltshilfe und Köchin einzuspringen, wenn ihre Tochter oder eine ihrer Schwiegertöchter im Wochenbett lag. Der Tod ihres Mannes blieb leider nicht das einzige einschneidende Erlebnis in ihrem Leben. 2018 ist ihre einzige Tochter Doris absolut unerwartet an einem Herzversagen gestorben. Und ihr ältester Sohn Beat starb 2020 an den Folgen seiner Krebskrankheit. Im Herbst ihres Lebens hat sie dann noch Angelo kennengelernt und entschieden, den Lebensweg gemeinsam mit ihm weiterzugehen. Starke Knieschmerzen machten 2019 einen chirurgischen Eingriff nötig. Nach einem weiteren Sturz mit schlimmen Folgen konnte unsere Mutter nicht mehr in ihre Wohnung zurückkehren und fand im Dezember 2019 ein neues Zuhause im Alters- und Pflegeheim Rüttigarten. Zusammen mit ihrem Partner Angelo konnte sie dort eine kleine Zweizimmerwohnung beziehen. Sie war sehr glücklich und stolz auf ihr neues Zuhause und genoss auch die professionelle Pflegeunterstützung im «Rüttigarten». Die anfänglich regelmässigen Spaziergänge mit dem Rollator mussten in den letzten Jahren wegen der fehlenden Kraft immer mehr dem Rollstuhl weichen. Sie liebte es, wenn Besuch kam, und nahm auch immer gerne an der Heim-Fasnacht teil. Auch der Rollstuhl konnte sie nicht davon abhalten, in ihrem Spinnenkostüm an einer Polonaise teilzunehmen. Einen guten Monat nach ihrem 86. Geburtstag musste unsere Mutter notfallmässig ins Kantonsspital eingewiesen werden. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich täglich. Trotz der sehr ernsten Lage freute sie sich über die Besuche ihrer Kinder und Grosskinder am Spitalbett. Am Abend des 18. März durfte unsere Mutter dann schliesslich ganz friedlich einschlafen. Wir waren bei ihr und durften sie auf ihrem letzten Weg begleiten.

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