In memoria di
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Ruth wurde am 28. Dezember 1934 als drittes Kind von Maria und Peter Indergand-Wipfli in Göschenen geboren. Dort besuchte sie auch die Schule, bevor sie Sprachen lernte in einem Internat in der Westschweiz und in London. In ihrer Kindheit war Ruth Indergand umgeben von der Fröhlichkeit ihrer Geschwister, der Arbeitsamkeit ihrer Eltern und von Steinen. Der Humor, die Arbeitsamkeit und die Steine sind ein Leben lang geblieben. Sie wohnte am Bahnhofplatz 1 in Göschenen, im ersten rosaroten Haus der Gegend. «Mineralien Indergand» steht angeschrieben, und für Ruth war dieses Familiengeschäft eine Lebensaufgabe. Sprachgewandt, charmant und als ausgebildete Kauffrau war sie für An- und Verkauf zuständig. Für Reisende aus nah und fern führte sie auch Tourismusartikel. Am liebsten verkaufte sie aber Schmuck. Regelmässig vertrat sie das Familiengeschäft auch an Mineralienbörsen in Basel, Disentis und in Arlesheim. Bei Mineralien Indergand gab es aber auch flüssiges Gold – nämlich Honig. Beim Schleudern und Abfüllen des Honigs war sie in ihrem Element. Ruth Indergand war zeitlebens eine hart arbeitende, selbstständige Frau. Schon als Kind half sie im Familiengeschäft mit. Am Bahnhof wurden bei den haltenden Zügen Kristalle, Alpenrosen, Stockbeschläge und Wimpel verkauft. Der florierenden Hotellerie in Göschenen wurde Mineralwasser geliefert, ebenso der Kantine der Tunnelbauer. Als Bankangestellte der UKB stellte sie die Löhne der damals bar ausbezahlten Mineure des Gotthard-Strassentunnels zusammen und beriet sie, wie sie sparen oder Geld nach Hause schicken konnten. Gab es Personalmangel, war sie auch am Schalter in Erstfeld oder Andermatt anzutreffen. Durch den frühen Tod ihres Vaters lernte Ruth Indergand, dass Mithelfen in Geschäft und Haushalt für eine Familie überlebenswichtig ist. Die Verantwortung für die Gemeinschaft mitzutragen, hat sie mit in ihr Leben genommen. So war sie in Göschenen im Kirchenchor, in der Schulkommission und bei der Kirchenrenovation aktiv. Sie war auch im kantonalen Cäcilienverein. Sie pflegte die aktive Geselligkeit in Chören, Vereinen und beim Jasser-Stamm. Ihre Auftritte beim Dorftheater und die selbst kreierten Kostüme am Fasnachtsball waren Dorfgespräch, wie die verspielte Eleganz ihrer Kleider. Ruth pflegte Freundschaften im Dorf und in aller Welt. Mit Nachbarn, Sängerinnen und Sängern, Jassern und Kunden, die zu Freunden wurden. Sie bewirtete auch im hohen Alter noch alle, die zu ihr kamen. Bei einem Gläschen Wein oder bei stundenlangen Telefonaten mit Verwandten und Freundinnen wurde oft herzhaft gelacht. In ihrer freien Zeit oder beim Warten auf Kundschaft machte Ruth Indergand gerne Handarbeiten. Sie pflegte alte Techniken wie Frivolité, Hohlsaumstickerei und Florknüpfen. So entstanden Accessoires für die gepflegte Dame, kunstvolle Lampenschirme, Teppiche und manch ein Strickpullover für die Nachkommenschaft. Für die Familie war Ruth Indergand ein Fels in der Brandung. Tapfer und treu umsorgte sie die alternde Mutter. Sie begleitete Nichten und Neffen mit Partnern und Partnerinnen durch die Stürme des Lebens. Sie freute sich an ihnen, ihren Patenkindern und den Grossnichten und Grossneffen. Bei der Begegnung mit ihrem Urgrossneffen strahlten ihre Augen, wie immer im Umgang mit Kindern. Selbstständig und beharrlich ist Ruth durch ihr Leben gegangen.
Un omaggio vivo, piantato dal nostro partner di riforestazione. Cresce dove i fiori appassiscono.
CHF 50 per albero
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Ruth wurde am 28. Dezember 1934 als drittes Kind von Maria und Peter Indergand-Wipfli in Göschenen geboren. Dort besuchte sie auch die Schule, bevor sie Sprachen lernte in einem Internat in der Westschweiz und in London. In ihrer Kindheit war Ruth Indergand umgeben von der Fröhlichkeit ihrer Geschwister, der Arbeitsamkeit ihrer Eltern und von Steinen. Der Humor, die Arbeitsamkeit und die Steine sind ein Leben lang geblieben. Sie wohnte am Bahnhofplatz 1 in Göschenen, im ersten rosaroten Haus der Gegend. «Mineralien Indergand» steht angeschrieben, und für Ruth war dieses Familiengeschäft eine Lebensaufgabe. Sprachgewandt, charmant und als ausgebildete Kauffrau war sie für An- und Verkauf zuständig. Für Reisende aus nah und fern führte sie auch Tourismusartikel. Am liebsten verkaufte sie aber Schmuck. Regelmässig vertrat sie das Familiengeschäft auch an Mineralienbörsen in Basel, Disentis und in Arlesheim. Bei Mineralien Indergand gab es aber auch flüssiges Gold – nämlich Honig. Beim Schleudern und Abfüllen des Honigs war sie in ihrem Element. Ruth Indergand war zeitlebens eine hart arbeitende, selbstständige Frau. Schon als Kind half sie im Familiengeschäft mit. Am Bahnhof wurden bei den haltenden Zügen Kristalle, Alpenrosen, Stockbeschläge und Wimpel verkauft. Der florierenden Hotellerie in Göschenen wurde Mineralwasser geliefert, ebenso der Kantine der Tunnelbauer. Als Bankangestellte der UKB stellte sie die Löhne der damals bar ausbezahlten Mineure des Gotthard-Strassentunnels zusammen und beriet sie, wie sie sparen oder Geld nach Hause schicken konnten. Gab es Personalmangel, war sie auch am Schalter in Erstfeld oder Andermatt anzutreffen. Durch den frühen Tod ihres Vaters lernte Ruth Indergand, dass Mithelfen in Geschäft und Haushalt für eine Familie überlebenswichtig ist. Die Verantwortung für die Gemeinschaft mitzutragen, hat sie mit in ihr Leben genommen. So war sie in Göschenen im Kirchenchor, in der Schulkommission und bei der Kirchenrenovation aktiv. Sie war auch im kantonalen Cäcilienverein. Sie pflegte die aktive Geselligkeit in Chören, Vereinen und beim Jasser-Stamm. Ihre Auftritte beim Dorftheater und die selbst kreierten Kostüme am Fasnachtsball waren Dorfgespräch, wie die verspielte Eleganz ihrer Kleider. Ruth pflegte Freundschaften im Dorf und in aller Welt. Mit Nachbarn, Sängerinnen und Sängern, Jassern und Kunden, die zu Freunden wurden. Sie bewirtete auch im hohen Alter noch alle, die zu ihr kamen. Bei einem Gläschen Wein oder bei stundenlangen Telefonaten mit Verwandten und Freundinnen wurde oft herzhaft gelacht. In ihrer freien Zeit oder beim Warten auf Kundschaft machte Ruth Indergand gerne Handarbeiten. Sie pflegte alte Techniken wie Frivolité, Hohlsaumstickerei und Florknüpfen. So entstanden Accessoires für die gepflegte Dame, kunstvolle Lampenschirme, Teppiche und manch ein Strickpullover für die Nachkommenschaft. Für die Familie war Ruth Indergand ein Fels in der Brandung. Tapfer und treu umsorgte sie die alternde Mutter. Sie begleitete Nichten und Neffen mit Partnern und Partnerinnen durch die Stürme des Lebens. Sie freute sich an ihnen, ihren Patenkindern und den Grossnichten und Grossneffen. Bei der Begegnung mit ihrem Urgrossneffen strahlten ihre Augen, wie immer im Umgang mit Kindern. Selbstständig und beharrlich ist Ruth durch ihr Leben gegangen.